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Interdisziplinäres Forum für Vitamine und funktionelle Nährstoffe

Folsäure (Nahrungsfolat)

Folsäure ist an der Bildung von Nucleinsäurebestandteilen sowie von Aminosäuren (z.B. Methionin) beteiligt. Bei einem Folsäuremangel kommt es zu erhöhten Homocysteinspiegeln und erniedrigten Methioninspiegeln im Blut. Während der Schwangerschaft führt ein Mangel vermehrt zu Missbildungen und Neuralrohrdefekten aufgrund der mangelhaften DNA-Synthese. Wie bei einem B12-Mangel kommt es auch bei einem Folsäuremangel zu einem veränderten Blutbild.

Die obere sichere Grenze der Zufuhr beträgt 1000 µg/Tag (freie Folsäure = Pteroylmonoglutamat).

Folsäure (Nahrungsfolat)
Dosis µg Äqivalent/ Tag1 µg / MJ2 (Nährstoffdichte)
Alter / Geschlecht m w
Säuglinge
0 bis unter 4 Monate3 60 30 32
4 bis unter 12 Monate 80 27 28
Kinder
1 bis unter 4 Jahre 200 43 45
4 bis unter 7 Jahre1 300 47 52
7 bis unter 10 Jahre 300 38 42
10 bis unter 13 Jahre 400 43 47
13 bis unter 15 Jahre 400 36 43
Jugendliche und Erwachsene
15 bis unter 19 Jahre4 400 38 47
19 bis unter 25 Jahre4 400 38 49
25 bis unter 51 Jahre4 400 39 51
51 bis unter 65 Jahre 400 43 54
65 Jahre und älter 400 48 58
Schwangere4
ab 4. Monat 600 65
Stillende
600 56

1 Berechnet nach der Summe folatwirksamer Verbindungen in der üblichen Nahrung = Folat-Äquivalente (gemäß neuer Definition). 1 µg Folatäquivalent = 0,5 µg freie Folsäure (Pteroylmonoglutamat) = 1 µg Nahrungsfolat (Pteroylpolyglutamate)

2 Berechnet für Jugendliche und Erwachsene mit überwiegend sitzender Tätigkeit (PAL-Wert 1,4)

3 Hierbei handelt es sich um einen Schätzwert.

4 Frauen, die schwanger werden wollen oder können, sollten zusätzlich 400 µg synthetische Folsäure (= Pteroylmonoglutaminsäure/PGA) in Form von Supplementen aufnehmen, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen. Diese erhöhte Folsäurezufuhr sollte spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft erfolgen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.

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